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Malteser Darmstadt

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Hospizbegleitung in Corona-Zeiten möglich und wichtig

07.10.2020
Begleitung auch in Corona-Zeiten

Darmstadt. „Aus den letzten Monaten haben wir gelernt, wie wir auch in Corona-Zeiten für viele Belastungen, die durch eine unheilbare Erkrankung für die Betroffenen und ihre Angehörigen entstehen, pragmatische Lösungen anbieten können“, sagt Ulrike Dürr, Leiterin des Malteser Hospizzentrums Darmstadt / Südhessen. Es gehe darum, zu jeder Zeit ein würdevolles Leben zu ermöglichen – und dass sei auch in Corona-Zeiten mit den entsprechenden Hygienemaßnahmen für alle Betroffenen möglich. Der Griff zum Telefonhörer, um die Malteser um Rat zu fragen, sei ein erster Schritt dazu.

Beim ersten Kontakt mit dem ambulanten Hospizzentrum wird besprochen, was für die kranken Menschen und gegebenenfalls für die Angehörigen notwendig und hilfreich sein kann. Besonders der persönliche Gewinn durch die menschliche Zuwendung einer ehrenamtlichen Begleiterin oder eines ehrenamtlichen Begleiters wird erwogen. Wie die Unterstützung gestaltet wird, hängt wesentlich von den Wünschen der Hilfesuchenden ab.
Die Begleitung findet sowohl in der privaten Wohnung als auch in Altenhilfeeinrichtungen statt – immer unter Wahrung der geltenden Corona-Schutzmaßnahmen. „Neben den Bereichen Schule, Kita und Arbeitsplatz sollte uns als Gesellschaft die Begleitung von sterbenden Menschen während einer Pandemie wichtig sein und bleiben. Wir als Malteser versuchen unter den gegebenen Umständen, unseren Beitrag dazu zu leisten“, so die Leiterin des Hospizzentrums Ulrike Dürr.

Ehrenamtliche unterstützen und entlasten pflegende Angehörige
„Die speziell geschulten Ehrenamtlichen schenken den Menschen gerne ihre Zeit und Aufmerksamkeit, sind Gesprächspartner, leisten fast freundschaftliche Hilfe oder wachen am Bett“, sagt Ulrike Dürr. Die Helfer sind auch auf die Begleitung sterbender und evtl. dementiell veränderter Menschen vorbereitet. Sie unterstützen die pflegenden Angehörigen, die in dieser Zeit das Haus verlassen können oder die Stunden für sich nutzen möchten. Häufig suchen auch Familienmitglieder das Gespräch mit den Ehrenamtlichen. Neuerdings sind auch unkomplizierte Treffen im Freien oder Telefonate gerne in Anspruch genommene Kraftquellen. „Für uns steht die Solidarität und Sorge um den Mitmenschen an erster Stelle – gerade vor dem Hintergrund des Urteils des Bundeverfassungsgerichts zur Aufhebung des Verbots zur geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung, wird unsere Arbeit vom Schutz des Lebens in all seinen Phasen geleitet“, betont Ulrike Dürr.

Kontakt zum Malteser Hospizzentrum Darmstadt / Südhessen:
Tel. 06151 / 22050 
hospizdienst.darmstadt@malteser.org

weitere Infos unter:
Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst Region Darmstadt
Ambulanter Kinderhospiz- und Familienbegleitdienst Südhessen

Interviewanfragen an Leiterin Frau Ulrike Dürr 

 
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