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Malteser Darmstadt

Menschen auf der letzten Wegstrecke ihres Lebens begleiten

17.07.2020
Hans-Jürgen Meyendorf hat in einem Buch sein Erleben und seine Erfahrungen aus der Hospizarbeit bei den Maltesern niedergeschrieben. Foto: Hans-Jürgen Meyendorf

Wie fülle ich meinen Ruhestand nach einem aktiven Berufsleben? Mit dieser Frage beschäftigte sich Hans-Jürgen Meyendorf. Nach einem Klosteraufenthalt stand für ihn fest, dass er sich im Hospizdienst engagieren möchte. Es folgten zwölf Jahre, in denen er im Hospizzentrum Darmstadt als Hospizbegleiter und in der Vorbereitung von Begleiterinnen und -begleitern engagiert war.

 

Zu seiner aktiven Zeit wurde er immer wieder von Kirchengemeinden und anderen Einrichtungen eingeladen, über seine Zeit im Hospizdienst zu berichten. Oft ergab sich daraus ein intensiver Gedankenaustausch, der irgendwann zur Idee eines kleinen Buches führte. Die Niederschrift ist gedacht für jeden, besonders für Interessierte am Hospizdienst und für Personen, die allgemein im Besuchsdienst für kranke und alte Menschen tätig sind oder später einmal sein möchten. Hans-Jürgen Meyendorf möchte zudem einen Beitrag dazu leisten, den Hospizdienst und die Hospizidee weiter in der Gesellschaft zu tragen und wachzuhalten. Obwohl der Hospizdienst und die Palliativmedizin in den letzten Jahren bekannter geworden sind, wird seiner Meinung nach der Hospizdienst immer noch zu wenig in der Gesellschaft wahr- und angenommen. Das bezieht sich sowohl auf das persönliche Einbringen in diesen Dienst als auch für die Inanspruchnahme dieses Beistands.

 

Geprägt hat ihn eine Erfahrung, die er vor vielen Jahren gemacht hat. Ein Arbeitskollege war an Krebs erkrankt und er durfte ihn in dieser schweren Zeit bis hin zu seinem Sterben begleiten. „Wenn ich auch oft mit zitternden Knien vor der Wohnungstür stand, durfte ich doch deutlich wahrnehmen, wie sehr ihm mein Dasein half. Manche „gemeinsame“ Träne haben wir geweint, doch es gab auch ganz entspannte Momente und Erlebnisse. Ich durfte erleben, wie meine Zuwendung und mein Zuhören ihn erfreuten und entlasteten.“

 

Der Hospizdienst habe sein Leben in hohem Maße segenbringend bereichert. Mit großer Dankbarkeit schaut er zurück. „Wer im Hospizdienst tätig ist, bekommt mehr Segensreiches zurück, als er selbst geben kann“, erinnert er sich. Was er dabei nicht verschweigen möchte ist das Schwere und Belastende, was der Hospizdienst auch mit sich bringt. „Manche Situation und manches Erleben führen einem schmerzlich vor Augen, wie hilflos und ohnmächtig man ist. Ich habe für mein Leben viel gelernt und bin dafür sehr dankbar“, so Meyendorf. Er und seine Frau sind bis heute über den Freundeskreis des Hospizzentrums mit den Maltesern eng verbunden.

 

Das Buch, das er Handreichung genannt hat, kann für 9,20 Euro versandkostenfrei direkt beim Autor, E-Mail: rh.meyendorf@gmx.de bestellt werden.

 

Weitere Informationen zum Hospizdienst gibt es hier.
 

 
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