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Malteser Darmstadt

Hospizdienst Darmstadt feiert 20-jähriges Bestehen

17.11.2017
Viele Gäste aus Kirche und Politik, Netzwerkpartner und die haupt- sowie ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter und Freunde des Hospizdienstes feierten in Darmstadt ihren 20. Geburtstag. Fotos: Malteser

Schwerkranke und sterbende Kinder, Erwachsene und deren Angehörige unterstützen, damit sie auch in ihrer letzten Lebensphase selbstbestimmt und würdevoll leben. Das ist der Grundsatz der Arbeit und des Wirkens des Malteser Hospizdienstes in Darmstadt. In der vergangenen Woche feierte er mit einem Festakt in Darmstadt sein 20jähriges Bestehe

Barbara Akdeniz, Sozialdezernentin der Stadt Darmstadt, zollte den Menschen Respekt, die sich mit dem Thema Tod auseinandersetzen. Die CDU-Landtagsabgeordnete Irmgard Klaff-Isselmann und Pfarrer Winfried Klein, Dekan des Dekanats Darmstadt, dankten allen Mitarbeitern des Hospizdienstes, dass sie ein Sterben in Würde ermöglichen. Den Festvortrag hielt Weihbischof Dr. Udo Bentz, Generalvikar der Bistums Mainz. „Sie haben es mit dem Leben zu tun. Sie begleiten Lebende, nicht Tote“, sagte er. Es klinge paradox, doch seiner Erfahrung nach werde gerade in der Begleitung von Sterbenden und in der Hospizarbeit viel und oft gelacht. Insbesondere das Mitleiden ermöglicht auch die ganze Breite menschlicher Empfindungen und Gefühle, so der Weihbischof. Er dankte allen, die so Zeugnis vom Leben geben und gemeinsam unterwegs sind: im Lebens, durchs Leben und zum Leben.

Tamara Fürstin von Clary und Aldringen, Diözesanoberin des Bistums Mainz, und Barbara Schoppmann, Diözesanreferentin Hospizarbeit der Malteser im Bistum Mainz, verglichen die Arbeit des Hospizdienstes mit einem Limettenbaum, der gleichzeitig Blüte und Früchte trägt: „Eure Früchte sind unbezahlbar“. Sie wünschen sich, dass der Dienst – wie der Baum – weiter wachsen möge.

„Hospizarbeit ist ein gesellschaftliches Thema. Auch in Zukunft wird es notwendig sein, sich dafür einzusetzen, dass Menschen bis zuletzt würdevoll leben und am Ende ihres Lebens in Würde sterben können. Hospizbegleitung bedeutet, da sein, Zeit und ein offenes Ohr haben, eine Begleitung so individuell wie die Menschen selbst“, betont Regina Kober, Leiterin des Malteser Hospizdienstes Darmstadt. Die Begleitungen finden zu Hause, im Krankenhaus und in Pflegeeinrichtungen statt. Dort, wo die Menschen leben. Hospizbegleitung ist Lebensbegleitung. Derzeit engagieren sich bei den Maltesern in Darmstadt insgesamt 85 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ergänzend gibt es Angebote für die Kinder-, Jugend- und Erwachsenentrauerbegleitung. Hospizarbeit lebt vom bürgerschaftlichen Engagement. „Wir sind auf der Suche nach engagierten Menschen, die bereit sind, Kinder oder Erwachsene und ihre Angehörigen zu begleiten“, so Regina Kober. Für die Zukunft wünscht sie sich, dass Hausärzte, behandelnde Ärzte oder Pflegedienste und andere soziale Institutionen Betroffenen die hospizliche Begleitung als selbstverständliches Unterstützungsangebot vermitteln.

Weitere Informationen zur hospizlichen Begleitung für Erwachsene finden Sie hier.

Weitere Informationen zur hospizlichen Begleitung für Kinder und ihre Familien finden Sie hier.

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