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Malteser Darmstadt

Malteser zeichnen auf Jahresfeier engagierte Helfer in Flüchtlingskrise aus

21.10.2017
Als Dank für ihren Einsatz in der Flüchtlingshilfe erhielten engagierte Ehrenamtliche der Gliederungen Mainz, Butzbach, Rüsselsheim, Abtsteinach, Herbstein, Offenbach und Viernheim sowie hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die „Refugee Aid Medal“ des internationalen Malteser-Ritterordens. Foto: Malteser

An die große Flüchtlingswelle, die Deutschland vor zwei Jahren erreichte, erinnerten die Malteser am Samstag in Mainz im Rahmen ihrer Jahresfeier. Viele Mitarbeiter des Hilfsdienstes krempelten damals ihre Ärmel hoch und haben gemäß der Leitlinie der Malteser „Hilfe den Bedürftigen“ mit großem Engagement Flüchtlingen geholfen. Als Dank gab es für die 90 anwesenden Helferinnen und Helfer im Rahmen einer Feierstunde die „Refugee Aid Medal“ des internationalen Malteser-Ritterordens, überreicht von Hieronymus Fürst von Clary und Aldringen, Delegat des Malteser Ordens für die Region Rhein-Main, Diözesanoberin Tamara Fürstin von Clary und Aldringen, Roy Kanzler, stellv. Diözesangeschäftsführer, und Diözesanseelsorger Ignatius Löckemann.

Schnelle und unbürokratische Hilfe der Malteser

Sie erinnerte an die angespannte Situation im Sommer 2015. Die bestehenden Strukturen aus dem Katastrophendienst der Malteser haben vor allem in der Anfangszeit der Flüchtlingskrise geholfen. Gleich zu Beginn haben die Malteser schnell und unbürokratisch geholfen und sowohl in Einrichtungen im Rahmen des Katastrophenschutzes unterstützt als auch die Leitung von Flüchtlingsunterkünften übernommen. Die Mitarbeiter waren in den ersten Wochen sehr stark gefordert. Während dieser Zeit waren die Menschen nach ihrer oft monatelangen Flucht in 12 Gemeinschafts-, 2 Notunterkünften und 1 Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht. Bis April 2016 erreichten die Malteser im Schnitt rund 572 Flüchtlinge pro Tag. Die gegründete Malteser Medical Check-Einheit hat bis Ende Januar 2016 etwa 23.000 geflüchtete Menschen erstuntersucht und teilweise geimpft. „Ich danke Ihnen für ihren unermüdlichen Einsatz und ihr außergewöhnliches Engagement“, betonte die Diözesanoberin bei der Verleihung der Medaillen. „Sie haben geholfen, wo Not am Mann ist.“

Erinnerungen der Helfer

„Wir mussten uns vom ersten Tag bis zur Übergabe des Objektes an den ASB um die gesamte Nahrungsmittel- und Getränkelogistik kümmern“, erinnert sich Marco Ebert, Leitung Einsatzdienste der Gliederung Stadt und Kreis Offenbach. Eine Herausforderung war die Auswahl des Essens, insbesondere des Fleischangebotes, der vorzuhaltenden Mengen für drei Mahlzeiten sowie die Beachtung der Hygienevorschriften. Personell war der Aufwand groß. Jeden der 10 Einsatztage wurden mindestens 15 Helfer und 2 bis 3 Führungskräfte benötigt .„Für mich persönlich war es eine anstrengende und sehr lehrreiche Zeit. Vor Ort haben wir viele neue Freundschaften mit anderen Organisationen und auch mit Flüchtlingen geschlossen“, erinnert sich Markus Jakob, Zugführer 1. Sanitätszug Wetterau der Gliederung Butzbach. Der Sanitätsdienst der Malteser war in der zweiten Jahreshälfte sehr stark in der Durchführung der Erstuntersuchung der Flüchtlinge engagiert. „Wir haben die mobile medizinische Einheit, die Medical-Check-Einheit MCU gegründet. Innerhalb von Hessen war das Team 6 Wochen lang alle zwei Tage in einer anderen Unterkunft vor Ort“ erläutert Alexander Pohl, Bereichsleiter Rettungsdienst.

Integrationslotsen unterstützen Geflüchtete im Alltag

Der Fokus der Malteser ist von der Soforthilfe in der akuten Phase heute auf die Integration der geflüchteten Menschen gerichtet. Von den Maltesern ausgebildete Integrationslotsen unterstützen Flüchtlinge in Mainz, Obertshausen und Darmstadt. Sie stehen bei Fragen im Alltag zur Seite, erleichtern den Start in der ersten eigenen Wohnung und stehen den Geflüchteten mit Rat und Tat zu Seite. Die Nachfrage ist groß. Gesucht werden Ehrenamtliche, die sich in der Integration engagieren möchten.

Weitere Informationen zum Dienst Integrationslotsen finden Sie hier.

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